Kognitiv-affektive Karten: Visualisierung der begrifflichen Struktur sozialer Konflikte

Kognitiv-affektive KarteSoziale Konflikte sind häufig durch miteinander nicht oder nur schwer vereinbare Glaubenssysteme der Konfliktparteien bedingt. Solche Glaubenssysteme können als in sich stimmige Netzwerke von Begriffen verstanden werden, wobei zentrale Begriffe häufig eine starke emotionale Verankerung haben. Thomas Homer-Dixon, Manjana Milkoreit, Steve Mock, Paul Thagard und Tobias Schröder haben eine Methode entwickelt – kognitiv-affektive Karten – mit denen die Begriffsstrukturen visualisiert werden können, die soziale Konflikte befeuern:

The conceptual structure of social disputes: Cognitive-affecive maps as tools for conflict analysis and resolution

We describe and illustrate a new method of graphically diagramming disputants’ points of view called cognitive-affective mapping. The products of Den ganzen Beitrag lesen

We.Bike: Neue Studie zu Nutzerverhalten und Akzeptanz von Pedelecs

Whistler Prodigy, das Fahrrad, welches in der Studie verwendet wird.Pedelecs (Fahrräder mit Elektromotor) sind ein innovatives, urbanes Verkehrsmittel. Sie vereinen die Vorteile von Fahrrädern (z.B. geringer Platzbedarf, Emissionsfreiheit, gut für die Gesundheit) mit denen von motorisierten Verkehrsmitteln (höhere Geschwindigkeit und Reichweite). In unserer Studie an der University of Waterloo in Kanada testen 25 Teilnehmer/innen drei Jahre lang mit speziellen Sensoren ausgestattete Elektrofahrräder (Modell Whistler Prodigy, siehe Bild).

An der Fachhochschule Potsdam werden dabei verhaltenswissenschaftliche Aspekte der Nutzung von Pedelecs untersucht. Den ganzen Beitrag lesen

Emotionale Bedeutungen sind gesellschaftlich geteilt: Die affektiven Grundlagen sozialen Zusammenhalts

Unsere neue Studie, die am Cluster Languages of Emotion der Freien Universität Berlin entstanden ist, liefert erstmals empirische Belege dafür, dass soziale Wahrnehmungen und Empfindungen innerhalb der deutschen Gesellschaft weitgehend geteilt werden.

Trotz dieses breiten Konsenses gibt es jedoch bedeutsame schichtspezifische Unterschiede, die mit unterschiedlichen Lebenserfahrungen verschiedener sozialer Milieus korrespondieren.

Die Studie ist jetzt in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) erschienen. Die empirische Grundlage ist eine bundesweite Online-Befragung mit mehr als 2.800 Teilnehmern, die angeben sollten, welche Gefühle Begriffe aus verschiedenen Bereichen des sozialen Lebens bei ihnen auslösen.

In der Arbeit werden die Grundlagen sozialer Wahrnehmung anhand der emotionalen Bedeutung von Sprache untersucht. Den ganzen Beitrag lesen

(Bayesian) Affect Control Theory: Online Lecture Series

My colleague Jesse Hoey and I have developed an online lecture series, which introduces social models of emotion, Affect Control Theory (ACT) and our newly developed Bayesian variant of ACT. ACT is a mathematically formalized social psychological theory about the dynamic interactions between people’s identities, social behaviours, and emotions. ACT was originated by sociologist David Heise, who also developed computer simulation tools INTERACT and GroupSimulator. These programs implement the theoretical ideas of ACT, allowing researchers to make situation-specific predictions about social and emotional dynamics.

Bayesian Affect Control Theory (BayesACT) combines ACT with decision-theoretic models from Artificial Intelligence (AI). BayesACT models identities, social behaviours, and emotions as probability distributions rather than as fixed points. This has many advantages both for our theoretical understanding of human social interaction and for practical applications in AI and Human-Computer Interaction.

Social Psychologists will find that BayesACT does a much nicer job of accounting for the dynamic and uncertain nature of social interactions than the original ACT. BayesACT can maintain multiple hypotheses about a person’s identity and emotion at the same time and quickly adapt to experiences during interactions.

Artificial Intelligence researchers will find that BayesACT provides a computationally efficient way of reasoning about human emotions, thus enabling the design of systems that can sensibly interact with humans.

Our online introduction of BayesACT, comprising 5 individual lectures and a number of video tutorials, can be found here. The lectures were part of a graduate course on Affective Computing at the University of Waterloo’s Cheriton School of Computer Science. Enjoy.

Kognitive und affektive Mechanismen sozialer Innovationsprozesse

Vortrag am 1. Februar 2012 im “Salon Futur” des >Institut Futur an der Freien Universität Berlin: Warum lassen sich sinnvolle und wichtige Innovationen, etwa im Bildungssystem oder im Bereich Nachhaltigkeit, nur so selten und so schwierig umsetzen? Wie kann psychologisches Wissen über die Art, wie Menschen Wissen repräsentieren, und darüber, welche Rolle Emotionen bei der Wahrnehmung des Neuen spielen, politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern helfen, eine bessere Umsetzung wichtiger und guter Innovationen zu erreichen?

Klicken Sie auf die Dreiecke in der untersten Zeile des Fensters, um durch die Präsentation zum Vortrag zu navigieren.

Neues Buch: Transfer sozialer Innovationen

Transfer sozialer Innovationen In “Transfer sozialer Innovationen” analysieren Tobias Schröder, Jana Huck und Gerhard de Haan eine Serie von Delphi-Studien zur Untersuchung des möglichen und plausiblen zukünftigen Praxistransfers von Innovationen der nachhaltigen Flächennutzung und Stadtentwicklung bis zum Jahr 2020. Zunächst erfolgt ein Abriss des politik-, organisations- und sozialwissenschaftlichen Forschungsstands zu den Schwierigkeiten, Widerständen und Grenzen bei der Implementierung von Innovationen, bevor eine von den AutorInnen entwickelte Theorie zu den sozialpsychologischen Gelingensbedingungen von Innovationstransfer vorgelegt wird. Den ganzen Beitrag lesen

Warum ist Guttenberg so beliebt geblieben? Die Rolle von emotionalen Verzerrungen und motivierter Kognition

Die Fakten waren doch sehr schnell klar: Dass der ehemalige Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg eine in weiten Teilen plagiierte Dissertation vorgelegt hatte, konnte niemand ernsthaft bezweifeln. Und doch: Seiner Beliebtheit im Volk schien das nicht im Geringsten zu schaden und seine “bürgerlichen” Parteifreunde erfanden lieber eine “linke Kampagne”, als ihm die Unterstützung zu versagen.

Wie kann man das erklären? Den ganzen Beitrag lesen

Neues Forschungsprojekt: “Die affektive Verankerung von Sozialität: Sprache, Physiologie und soziale Differenz”

Languages of Emotion Im Rahmen des Exzellenzclusters >Languages of Emotion an der >Freien Universität Berlin wurde Christian von Scheve, Tobias Schröder und Markus Conrad ein neues, interdisziplinäres Projekt bewilligt (Beteiligte Wissenschaftsbereiche: Soziologie, Psychologie, Neurowissenschaften).

Zunächst soll untersucht werden, wie sich Angehörige verschiedener gesellschaftlicher Milieus in der emotionalen Wahrnehmung von Sprache unterscheiden. Den ganzen Beitrag lesen

Computersimulation von Innovationstransfer: Neues Forschungsprojekt INNO-SIM am Institut Futur

Bundesregierung und Industrie unternehmen zurzeit massive Anstrengungen, um in den nächsten 10-15 Jahren zu einem technologischen Durchbruch im Bereich der Elektromobilität zu gelangen. Aber wer möchte das Elektroauto überhaupt haben? Wer wird es in der Zukunft kaufen wollen?

Im neuen Projekt INNO-SIM wird das >Institut Futur an der >Freien Universität Berlin unter anderem diese Fragen untersuchen. Den ganzen Beitrag lesen

Nachhaltige Flächennutzung: was die Bevölkerung über den sparsamen Umgang mit Boden denkt

Während der Klimawandel und die Notwendigkeit des Energiesparens in aller Munde sind, dürfte den wenigsten Menschen in Deutschland bekannt sein, dass die Inanspruchnahme von Flächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke ein gravierendes Nachhaltigkeitsproblem darstellt. Metaphorisch spricht man von Flächen”verbrauch”, wobei Fläche natürlich streng genommen nicht verbraucht, sondern “nur” anderweitig genutzt werden kann. Was in dem Fall bedeutet, dass Wälder und landwirtschaftliche Flächen verschwinden (täglich im Durchschnitt zwischen 100 und 120 Hektar, das entspricht etwa 160 Fußballfeldern), um vor allem neue Einfamilienhaus-Siedlungen am Stadtrand zu bauen. Dies hat auf Dauer sehr negative Folgen – nicht nur ökologisch (Stichworte: Landschaftserhalt, Biodiversität, Grundwasserhaushalt), sondern auch ökonomisch. Angesichts einer vielerorts alternden und zahlenmäßig schrumpfenden Bevölkerung kommt es gerade im ländlichen Raum zu einer massiven Wertvernichtung sowohl privaten Immobilieneigentums als auch kommunaler Infrastruktur. Den ganzen Beitrag lesen

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