Kognitive und affektive Mechanismen sozialer Innovationsprozesse
Vortrag am 1. Februar 2012 im “Salon Futur” des >Institut Futur an der Freien Universität Berlin: Warum lassen sich sinnvolle und wichtige Innovationen, etwa im Bildungssystem oder im Bereich Nachhaltigkeit, nur so selten und so schwierig umsetzen? Wie kann psychologisches Wissen über die Art, wie Menschen Wissen repräsentieren, und darüber, welche Rolle Emotionen bei der Wahrnehmung des Neuen spielen, politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern helfen, eine bessere Umsetzung wichtiger und guter Innovationen zu erreichen?
Klicken Sie auf die Dreiecke in der untersten Zeile des Fensters, um durch die Präsentation zum Vortrag zu navigieren.
Neues Buch: Transfer sozialer Innovationen
In “Transfer sozialer Innovationen” analysieren Tobias Schröder, Jana Huck und Gerhard de Haan eine Serie von Delphi-Studien zur Untersuchung des möglichen und plausiblen zukünftigen Praxistransfers von Innovationen der nachhaltigen Flächennutzung und Stadtentwicklung bis zum Jahr 2020. Zunächst erfolgt ein Abriss des politik-, organisations- und sozialwissenschaftlichen Forschungsstands zu den Schwierigkeiten, Widerständen und Grenzen bei der Implementierung von Innovationen, bevor eine von den AutorInnen entwickelte Theorie zu den sozialpsychologischen Gelingensbedingungen von Innovationstransfer vorgelegt wird. Den ganzen Beitrag lesen
Warum ist Guttenberg so beliebt geblieben? Die Rolle von emotionalen Verzerrungen und motivierter Kognition
Die Fakten waren doch sehr schnell klar: Dass der ehemalige Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg eine in weiten Teilen plagiierte Dissertation vorgelegt hatte, konnte niemand ernsthaft bezweifeln. Und doch: Seiner Beliebtheit im Volk schien das nicht im Geringsten zu schaden und seine “bürgerlichen” Parteifreunde erfanden lieber eine “linke Kampagne”, als ihm die Unterstützung zu versagen.
Wie kann man das erklären? Den ganzen Beitrag lesen
Neues Forschungsprojekt: “Die affektive Verankerung von Sozialität: Sprache, Physiologie und soziale Differenz”
Im Rahmen des Exzellenzclusters >Languages of Emotion an der >Freien Universität Berlin wurde Christian von Scheve, Tobias Schröder und Markus Conrad ein neues, interdisziplinäres Projekt bewilligt (Beteiligte Wissenschaftsbereiche: Soziologie, Psychologie, Neurowissenschaften).
Zunächst soll untersucht werden, wie sich Angehörige verschiedener gesellschaftlicher Milieus in der emotionalen Wahrnehmung von Sprache unterscheiden. Den ganzen Beitrag lesen
Computersimulation von Innovationstransfer: Neues Forschungsprojekt INNO-SIM am Institut Futur
Bundesregierung und Industrie unternehmen zurzeit massive Anstrengungen, um in den nächsten 10-15 Jahren zu einem technologischen Durchbruch im Bereich der Elektromobilität zu gelangen. Aber wer möchte das Elektroauto überhaupt haben? Wer wird es in der Zukunft kaufen wollen?
Im neuen Projekt INNO-SIM wird das >Institut Futur an der >Freien Universität Berlin unter anderem diese Fragen untersuchen. Den ganzen Beitrag lesen
Nachhaltige Flächennutzung: was die Bevölkerung über den sparsamen Umgang mit Boden denkt
Während der Klimawandel und die Notwendigkeit des Energiesparens in aller Munde sind, dürfte den wenigsten Menschen in Deutschland bekannt sein, dass die Inanspruchnahme von Flächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke ein gravierendes Nachhaltigkeitsproblem darstellt. Metaphorisch spricht man von Flächen”verbrauch”, wobei Fläche natürlich streng genommen nicht verbraucht, sondern “nur” anderweitig genutzt werden kann. Was in dem Fall bedeutet, dass Wälder und landwirtschaftliche Flächen verschwinden (täglich im Durchschnitt zwischen 100 und 120 Hektar, das entspricht etwa 160 Fußballfeldern), um vor allem neue Einfamilienhaus-Siedlungen am Stadtrand zu bauen. Dies hat auf Dauer sehr negative Folgen - nicht nur ökologisch (Stichworte: Landschaftserhalt, Biodiversität, Grundwasserhaushalt), sondern auch ökonomisch. Angesichts einer vielerorts alternden und zahlenmäßig schrumpfenden Bevölkerung kommt es gerade im ländlichen Raum zu einer massiven Wertvernichtung sowohl privaten Immobilieneigentums als auch kommunaler Infrastruktur. Den ganzen Beitrag lesen
INTERACT: Computersimulation von sozialer Interaktion und Emotion
Das Programm INTERACT (von > David Heise, deutsche Übersetzung und Datenbasis von Tobias Schröder) kann benutzt werden, um den Verlauf sozialer Interaktionen von bis zu vier Personen zu simulieren. Die Handlungen werden dem Programm jeweils vorgegeben, indem mit den im Programm enthaltenen affektiven Lexikon (zur Erklärung siehe der Bereich > Sprache und Emotion auf dieser Homepage) Wörtern Sätze gebildet werden, die einfache soziale Handlungen beschreiben. Das Programm berechnet dann ein Maß für die emotionale Konsistenz dieser Handlungen und ermittelt rechnerisch, welche Emotionen und Folgehandlungen wahrscheinlich sind.
Sie können hier die deutsche Version von INTERACT ausprobieren. Dafür müssen Sie allerdings die > Nutzungsbedingungen akzeptieren. Eine Bedienungsanleitung finden Sie > hier. Klicken Sie auf das nebenstehende Bild, um das Programm zu starten.
Das mathematische Modell, welches INTERACT zugrunde liegt, basiert auf der Affektsteuerungstheorie (”Affect Control Theory”), die annimmt, dass Menschen bei der Steuerung ihrer sozialen Handlungen sich an kulturell geteilten, über die Sprache vermittelten emotionalen Situationsdeutungen orientieren. Genauere Erläuterungen zum wissenschaftlichen Hintergrund finden Sie > hier.
Die Zukunft der Personalentwicklung
Nimmt man die These von der Wissensgesellschaft ernst, dass nämlich nicht Rohstoffe oder Kapital, sondern Informationen, Wissen, Kenntnisse und Fertigkeiten zum wichtigsten Produktionsfaktor werden (oder es schon sind), dann muss der Bereich Personalentwicklung (PE) und unternehmensinterne Bildung in Zukunft zum absoluten strategischen Kernbereich des Unternehmens gehören. Schließlich ist Wissen letztlich immer in den Köpfen der Mitarbeiter gespeichert. HR-Experten erwarten auch, dass dies von immer mehr Unternehmen verstanden wird und die Bedeutung der PE in den nächsten Jahren deutlich zunehmen wird.
Das ist nur eines von vielen interessanten Ergebnissen des Expertendelphis “Personalentwicklung 2020″, die jetzt vorliegen. Die Studie ist in der zweiten Jahreshälfte 2009 am Institut Futur der Freien Universität entstanden, in Kooperation mit den wirtschaftspsychologischen Unternehmensberatungen PfO Partnerschaft und GreenCard Consult. Ausführliche Informationen über das Delphi finden Sie hier auf meinen Internetseiten.
Homepage in neuem Layout
Meine Homepage hat jetzt ein neues Design, aber bewährt gute und interessante Inhalte aus dem Bereich sozial- und organisationspsychologischer Forschung.