Computersimulation von Innovationstransfer: Neues Forschungsprojekt INNO-SIM am Institut Futur

Bundesregierung und Industrie unternehmen zurzeit massive Anstrengungen, um in den nächsten 10-15 Jahren zu einem technologischen Durchbruch im Bereich der Elektromobilität zu gelangen. Aber wer möchte das Elektroauto überhaupt haben? Wer wird es in der Zukunft kaufen wollen?

Im neuen Projekt INNO-SIM wird das >Institut Futur an der >Freien Universität Berlin unter anderem diese Fragen untersuchen. Ganz allgemein hängt der Erfolg einer technologisch orientierten Nachhaltigkeitsstrategie nicht nur von den Innovationen ab, die in der Industrie und anderswo entwickelt werden (Angebotsseite), sondern auch maßgeblich von der Akzeptanz dieser Innovationen durch weite Teile der Bevölkerung (Nachfrageseite). Es kommt daher für den Erfolg der Nachhaltigkeitsstrategie in hohem Maße auf individuelle Entscheidungen an. Diese Entscheidungen werden wir in einem „agentenbasierten Modell“ simulieren. Ein solches Modell bildet die komplexen Kommunikationsprozesse einer Vielzahl von individuellen Akteuren ab. Ein besonderes Augenmerk im Projekt INNO-SIM wird dabei auf emotionalen Prozessen liegen, weil wir – im Einklang mit dem aktuellen Wissensstand in Psychologie und Hirnforschung – davon ausgehen, dass Emotionen eine maßgebliche Rolle bei der Wahrnehmung und Bewertung von Innovationen und bei der Entscheidungsfindung spielen.

Das Projekt INNO-SIM unter der Leitung von Gerhard de Haan und Tobias Schröder wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über eine Laufzeit von zwei Jahren mit knapp 300.000 Euro gefördert. Start ist voraussichtlich im September 2010. Im Rahmen des Projekts sind voraussichtlich demnächst die folgenden Stellen zu besetzen:

Wiss. Mitarbeiter(in) 100% befristet bis 31.8.2012
>Download Stellenausschreibung

2 Stud. Hilfskräfte (je 40 Std.) befristet bis 31.8.2012
>Download Stellenausschreibung

Hinweis: Die Bewerbungsfrist wurde auf den 17.9.2010 verlängert!

Weitere Informationen zum Thema Innovationstransfer und zur sozialwissenschaftlichen Zukunftsforschung sind auf der Webseite des Institut Futur verfügbar: >www.institutfutur.de

Kommentare

Kommentarfunktion ist deaktiviert