Neues Forschungsprojekt: “Die affektive Verankerung von Sozialität: Sprache, Physiologie und soziale Differenz”

Languages of Emotion Im Rahmen des Exzellenzclusters >Languages of Emotion an der >Freien Universität Berlin wurde Christian von Scheve, Tobias Schröder und Markus Conrad ein neues, interdisziplinäres Projekt bewilligt (Beteiligte Wissenschaftsbereiche: Soziologie, Psychologie, Neurowissenschaften).

Zunächst soll untersucht werden, wie sich Angehörige verschiedener gesellschaftlicher Milieus in der emotionalen Wahrnehmung von Sprache unterscheiden. Den ganzen Beitrag lesen

INTERACT: Computersimulation von sozialer Interaktion und Emotion

Das Programm INTERACT (von > David Heise, deutsche Übersetzung und Datenbasis von Tobias Schröder) kann benutzt werden, um den Verlauf sozialer Interaktionen von bis zu vier Personen zu simulieren. Die Handlungen werden dem Programm jeweils vorgegeben, indem mit den im Programm enthaltenen affektiven Lexikon (zur Erklärung siehe der Bereich > Sprache und Emotion auf dieser Homepage) Wörtern Sätze gebildet werden, die einfache soziale Handlungen beschreiben. Das Programm berechnet dann ein Maß für die emotionale Konsistenz dieser Handlungen und ermittelt rechnerisch, welche Emotionen und Folgehandlungen wahrscheinlich sind.

InteractSie können hier die deutsche Version von INTERACT ausprobieren. Dafür müssen Sie allerdings die > Nutzungsbedingungen akzeptieren. Eine Bedienungsanleitung finden Sie > hier. Klicken Sie auf das nebenstehende Bild, um das Programm zu starten.

Das mathematische Modell, welches INTERACT zugrunde liegt, basiert auf der Affektsteuerungstheorie (”Affect Control Theory”), die annimmt, dass Menschen bei der Steuerung ihrer sozialen Handlungen sich an kulturell geteilten, über die Sprache vermittelten emotionalen Situationsdeutungen orientieren. Genauere Erläuterungen zum wissenschaftlichen Hintergrund finden Sie > hier.