Kognitive und affektive Mechanismen sozialer Innovationsprozesse
Vortrag am 1. Februar 2012 im “Salon Futur” des >Institut Futur an der Freien Universität Berlin: Warum lassen sich sinnvolle und wichtige Innovationen, etwa im Bildungssystem oder im Bereich Nachhaltigkeit, nur so selten und so schwierig umsetzen? Wie kann psychologisches Wissen über die Art, wie Menschen Wissen repräsentieren, und darüber, welche Rolle Emotionen bei der Wahrnehmung des Neuen spielen, politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern helfen, eine bessere Umsetzung wichtiger und guter Innovationen zu erreichen?
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Warum ist Guttenberg so beliebt geblieben? Die Rolle von emotionalen Verzerrungen und motivierter Kognition
Die Fakten waren doch sehr schnell klar: Dass der ehemalige Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg eine in weiten Teilen plagiierte Dissertation vorgelegt hatte, konnte niemand ernsthaft bezweifeln. Und doch: Seiner Beliebtheit im Volk schien das nicht im Geringsten zu schaden und seine “bürgerlichen” Parteifreunde erfanden lieber eine “linke Kampagne”, als ihm die Unterstützung zu versagen.
Wie kann man das erklären? Den ganzen Beitrag lesen
Neues Forschungsprojekt: “Die affektive Verankerung von Sozialität: Sprache, Physiologie und soziale Differenz”
Im Rahmen des Exzellenzclusters >Languages of Emotion an der >Freien Universität Berlin wurde Christian von Scheve, Tobias Schröder und Markus Conrad ein neues, interdisziplinäres Projekt bewilligt (Beteiligte Wissenschaftsbereiche: Soziologie, Psychologie, Neurowissenschaften).
Zunächst soll untersucht werden, wie sich Angehörige verschiedener gesellschaftlicher Milieus in der emotionalen Wahrnehmung von Sprache unterscheiden. Den ganzen Beitrag lesen
Computersimulation von Innovationstransfer: Neues Forschungsprojekt INNO-SIM am Institut Futur
Bundesregierung und Industrie unternehmen zurzeit massive Anstrengungen, um in den nächsten 10-15 Jahren zu einem technologischen Durchbruch im Bereich der Elektromobilität zu gelangen. Aber wer möchte das Elektroauto überhaupt haben? Wer wird es in der Zukunft kaufen wollen?
Im neuen Projekt INNO-SIM wird das >Institut Futur an der >Freien Universität Berlin unter anderem diese Fragen untersuchen. Den ganzen Beitrag lesen
INTERACT: Computersimulation von sozialer Interaktion und Emotion
Das Programm INTERACT (von > David Heise, deutsche Übersetzung und Datenbasis von Tobias Schröder) kann benutzt werden, um den Verlauf sozialer Interaktionen von bis zu vier Personen zu simulieren. Die Handlungen werden dem Programm jeweils vorgegeben, indem mit den im Programm enthaltenen affektiven Lexikon (zur Erklärung siehe der Bereich > Sprache und Emotion auf dieser Homepage) Wörtern Sätze gebildet werden, die einfache soziale Handlungen beschreiben. Das Programm berechnet dann ein Maß für die emotionale Konsistenz dieser Handlungen und ermittelt rechnerisch, welche Emotionen und Folgehandlungen wahrscheinlich sind.
Sie können hier die deutsche Version von INTERACT ausprobieren. Dafür müssen Sie allerdings die > Nutzungsbedingungen akzeptieren. Eine Bedienungsanleitung finden Sie > hier. Klicken Sie auf das nebenstehende Bild, um das Programm zu starten.
Das mathematische Modell, welches INTERACT zugrunde liegt, basiert auf der Affektsteuerungstheorie (”Affect Control Theory”), die annimmt, dass Menschen bei der Steuerung ihrer sozialen Handlungen sich an kulturell geteilten, über die Sprache vermittelten emotionalen Situationsdeutungen orientieren. Genauere Erläuterungen zum wissenschaftlichen Hintergrund finden Sie > hier.